Das Schloss

Im Jahre 1570 wurde die Feste welche einst Jungferndorf beherrschte zu dem heute bekannten Schloß umgebaut.

Das Gebäude ist somit weit über 400 Jahre alt. Der Grundriss des Gebäudes ist quadratisch, hat ein Obergeschoss und keinen Innenhof. Direkt von der Eingangstür gelangt man ohne Vorraum in eine Eingangshalle. Diese war ursprünglich üppig geschmückt. Über dem Eingang ist die Darstellung von vier Frauengestalten zu erkennen. Der Sage nach handelt es sich um die 4 Jungfrauen der Familie von Koblitz.
Leider existieren keinerle Pläne mehr vom Bau oder Umbau des Schlosses.

Das Bauwerk wurde unmittelbar nach der Flucht der Familie von Skal von den zurückgebliebenen Bewohnern geplündert.

Es hatte anschließend mehrere Besitzer und Funktionen nach 1945:

Zuerst wurde es als Lazarett genutzt und wurde dazu mit einem roten Kreuz auf dem Dach versehen.

Später nutzte es die Bergbaugesellschaft als Sanatorium, anschließend die die tschechische Polizei als Ausbildungsort.

Seit den späten 80er Jahren wird das Schloss als Altenheim genutzt. Dadurch ist auch auf nächste Zeit gewährleistet, daß das Schloss instandgehalten wird.

Durch den ständigen Wechsel der Besitzer und Funktionen wurde das Schloss mehr oder weniger stark umgebaut und ähnelt heute innen nur noch ansatzweise dem damaligen Zustand. Von den Außenanlagen existieren nur noch einige wenige alte Bäume, der Schlossteich und ein kleiner Bach, der nun kanalisiert nur noch ein spärlicher Rest dessen war, weswegen er einmal genutzt wurde: als Antrieb zweier Wasserräder für die Mühle und ein Sägewerk, die beide seit den späten 50er Jahren abgerissen wurden.

Die Nebengebäude wurden lange Zeit nicht genutzt und verrotten bis heute vor sich hin. Von Zigeunern bewohnt, denen es mehr um das Wohnen als um das Instandhalten geht ist nicht zu erwarten, daß auch nur eines dieser Gebäude erhalten bleiben wird.


Die umfangreichen Stallungen sind seit langem nicht mehr in Betrieb und werden heute nur noch für das Unterstellen von Fahrzeugen und Gerätschaften genutzt.

Die Gärtnerei und die dazugehörigen Flächen wurden neu hergerichtet. Sie bietet nun als eine Art Erholungsstätte zahlenden Gästen Unterkunft.

Im Frühjahr 2010 konnte ich vom First bis zum Keller das gesamte Gebäude besichtigen. Ich hatte Hoffnung, daß die vielen Besitzer vielleicht noch irgendwelche Gegenstände zurückgelassen hätten. Leider bestätigte sich dies nicht - der Keller ist "dank" einer kürzlich durchgeführten Renovierung besenrein.


Vorderseite des Schlosses / ca. 1912


Vorderseite des Schlosses / April 2009


Vorderseite des Schlosses / April 2009



Ankunft Gräfin Schönborn / 1936



50 Jahre Feuerwehr Jungferndorf / 1932



Rückseite des Schlosses / April 2009


Rückseite des Schlosses mit Park / April 2009



Das sog. "kleine Schloß" / April 2009
Hier war ehemals eine kleine Kapelle angegliedert.
Den Dachfirst kann man noch an der Wand erkennen.


Mühle neben dem Schloss / 1912



Schlosspark mit Teich / April 2009


Schlosspark mit Teich / April 2009


Schlosspark / April 2009



Fuhrparkgebäude / 1936


Fuhrparkgebäude / April 2009



Stallungen / 1936


Stallungen / April 2009



Kloster / 1976


Kloster / April 2009



Kloster / April 2009


Kloster / April 2009




Innschrift über Eingang / April 2009




Türgriff am Vordereingang
Von unzähligen Händen angefasst / April 2009



Gärtnerei / 1936


Gärtnerei / 1984



Die Gärtnerei / April 2010


Brettsäge / Bäckerei / ca. 1936



Eingangshalle links / ca. 1930


Eingangshalle rechts / ca. 1930

Eingangshalle / August 2002


Eingangshalle / April 2009


Eingangshalle - Aufgang / April 2009


Eingangshalle - Aufgang / April 2009


Abgang zur Eingangshalle / April 2009



Speisesaal / August 2002


Speisesaal / April 2009




Bilder in Eingangshalle / April 2009




Wandmalereien im EG der Gruft / August 2002


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