Annaberg
Im Jahre 1803 (andere Quellen sprechen von 1801) wurde die Kolonie "Annaberg" von Maria-Anna von Wimmersberg gegründet. Der Name "Annaberg" stammt somit von ihr.
Auch eine kleine Kirche wurde dort gebaut. Diese erhielt 1923 eine kleine Glocke welche jedoch im II. Weltkrieg im Zuge der Metallknappheit ausgebaut und zum Einschmelzen abgeliefert werden musste. Fortan war die kleine Kirche stumm.
![]() Kirche in Annaberg / 1923 |
![]() Die Überreste der Kirche in Annaberg / 1968 | |
![]() Die Überreste der Kirche in Annaberg / Juni 1989 |
![]() Die Überreste der Kirche in Annaberg / März 2009 | Die Überreste der Kirche in Annaberg / April 2010 |
![]() Altar der Kirche in Annaberg / 1923 |
![]() Altar Annabergs in der Kirche Jungferndorf / 1975 |
Es gab dort kleine Handwerksbetriebe und es wurde Landwirtschaft betrieben. In seiner Blütezeit lebten dort mehr als 110 Menschen in 24 Häusern. Warum diese Kolonie knapp 2 km von Jungferndorf errichtet wurde, bleibt unklar.
Nach dem 2. Weltkrieg und Flucht bzw. Vertreibung aller Deutschen aus Annaberg war dieses Stückchen Kleinod verwaist.
![]() Straße durch Annaberg 1950 |
![]() Blick auf die selbe Straße (rechts die Kirchruine) / März 2009 |
![]() Annaberg ca. 1900 | ![]() Hier lag Annaberg / März 2009 |
![]() Gasthaus Beitz-Thanheiser 1932 |
![]() Gasthaus Beitz-Thanheiser 1967 |
![]() Fam. Beitz bei der Ernte / 1932 |
![]() Rudolf Hofmann mit Bauern / 1934 |
![]() Annaberg Haus Nr. 1 / 1940 |
![]() Annaberg Haus Nr. 1 / 1975 von der anderen Seite |
![]() Josef Hoffmann / 1936 |
![]() 1. Radio in Annaberg / 1938 | ![]() Die Anwesen Kunert und Beitz / 1964 |
![]() Verfall in Annaberg / 1968 |
![]() Verfall in Annaberg / 1968 |
In den ersten Nachkriegsjahren wurden in Annaberg hauptsächlich Zigeuner angesiedelt. Aufgrund ihrer Lebensweise verfielen die Häuser sehr schnell. Ebenso wurde alles, was brennbar war aus leerstehenden Häuern herausgerissen, so daß bald nur noch die Fundamente übrig blieben. Schlussendlich gingen diese Familien fort und die Häuser standen leer.
Da sich niemand mehr bereit erklärte dort zu wohnen (es waren ja genügend Häuser in Jungferndorf nun frei) und die Häuser mehr und mehr verfielen, bzw. zwecks Gewinnung von Baumaterial abgetragen wurden, ebnete man 1976 Annaberg komplett ein. Lediglich die kleine Kirche lies man stehen - man traute sich wohl nicht so recht daran ein Gotteshaus einzureissen und die Baggerschaufel durch das Antlitz Jesu zu treiben.
Dieser Kirche spendierte man in den 80er Jahren noch einmal ein neues Dach, was jedoch aufgrund fehlender Vollsanierung ein kläglicher Versuch blieb. Die Kirche ist nun nicht mehr renovierbar und man erwartet täglich den kompletten Einsturz.
Somit hörte Annaberg von diesem Zeitpunkt auf zu existieren und verschwand von der Landkarte. Heute erinnern nur noch ein paar Mauerreste, Berge von Steinen und eben jene alte Kirche an diesen Ort.
Annaberg existiert fortan nur noch in den Erinnerungen der Überlebenden.